Dynamisches Prozessmodell Detail
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Ablaufmodelle und ihre Ebenen
Auf der Grundlage eines Statisches Prozessmodells lassen sich auf jeder Prozess-Ebene Ablaufmodelle realisieren.
Vom Kerngeschäftsprozess, über den Teilprozess und den Teilprozess-Schritt wird die Fokussierung immer granularer und justiert schließlich als kleinsten Ablaufschritt die Aktivität.
Aus der Prozesslandkarte des Lektorats etwa lässt sich der Teilprozess-Schritt "Produktidee verabschieden" in seinem Binnenablauf bis auf unterste Ebene der Aktivitäten modellieren.
Ablaufmodell auf Ebene der Teilprozess-Schritte
Auf der Ebene der Teilprozess-Schritte lassen sich aus der hierarchisch strukturierten, statischen Prozesslandkarte grobe Ablaufmodelle gewinnen (siehe nachfolgendes Beispiel), indem Teilprozess-Schritte in eine logische Ablauffolge gebracht werden. Solche Modelle dienen der groben Orientierung im Prozess und zur ersten Abstimmung darüber
- wie der Prozess im Ist abläuft und
- ob alle Beteiligten am Prozess die gleiche Sicht auf die Dinge haben.
Schließlich kann dieses grobe Ablaufmodell als Ausgangsplattform für die Analyse der damit verbundenen detaillierteren Teilabläufe sein, bis hinunter zum Ablaufmodell einer einzigen Aktivität.
Ablaufmodell auf Ebene von Aktivitäten
Für die Aktivitäten, häufig auch als Tätigkeit, Aufgabe oder Funktion in der Organisationsliteratur benannt, werden von Bullinger als unterste Ebene sogenannte Elementaraufgaben benannt, die„... entweder nicht weiter zerlegbare oder auf der betreffenden Ebene nicht weiter zerlegte Aufgaben“ sind. (Betriebliche Informationssysteme; Springer Verlag, Berlin 1997) Diese Elementaraufgaben wiederum werden zu einer Aufgabe zusammengefasst, die nach Österle „... eine betriebliche Funktion mit einem bestimmbaren Ergebnis (ist). Sie wird von Menschen und/oder Maschinen ausgeführt.“ (Business Engineering; Springer Verlag, Berlin 1995)
Der Teilprozess-Schritt "Produktidee verabschieden" kann folgende Aktivitäten enthalten:
- Produktidee annehmen
- Produktidee ausarbeiten.
Für die nähere Definition der Aktivität ist zu fragen:
- Welche Aktivitäten gibt es für den jeweiligen Vorgang?
- Wodurch wird die Aktivität angestoßen (Start)? Wodurch wird sie abgeschlossen (Ende)?
- Welche Ergebnisse hat jede Aktivität zu erbringen?
- Wer ist für die Durchführung und das Ergebnis verantwortlich?
- Welche Information/Dokumente (Input/Output) werden benötigt?
- Wie wird die Aktivität durch Maschinen/IT-Technik unterstützt?
- Welche Kostentreiber gibt es?
- Welche Leistungskennzahlen sind zu definieren? (Qualitätsmerkmale, maximale Durchlaufzeit, Endtermin, Kosten der Durchführung)

