E-Mail-Marketing

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Inhaltsverzeichnis

Definition

E-Mail-Marketing beschränkt sich bewusst nur auf ein Medium, nämlich elektronische Nachrichten (E-Mail), die an Computer versandt werden. E-Mail-Marketing ist eine wichtige Komponente des Guerrilla-Marketing, bei dem mit preiswerten Methoden sehr effektvolle Ergebnisse erzielt werden.

Auch beim Viral Marketing spielt E-Mail-Marketing eine wichtige Rolle, da E-Mail ein bequemes und preiswertes Medium ist, um Empfehlungen auch an Bekannte weiterzugeben.

Eine Sonderform des E-Mail-Marketing - Spam - ist allgemein verpönt und wird von seriösen Anbietern nicht eingesetzt.


Charakteristika von E-Mail-Marketing

Preiswert

Mit 0,02 Cent je versandter Botschaft gehört E-Mail zu den preiswertesten Direktmarketing-Werkzeugen schlechthin. Porto- Druck- und Papierkosten entfallen quasi und die reinen Providerkosten für den Versand sind minimal.


Schnell

E-Mail können innerhalb von Minuten beim Empfänger sein. E-Mails werden kurz nachdem sie geschrieben sind, einfach versandt. Bei E-Mail-Serienbriefen können etwa eine halbe Million Botschaften in der Stunde verschickt werden.


Personalisierbar

Noch einfacher als bei einem Serienbrief können E-Mails als sowieso schon elektronische Botschaften datenbankgesteuert mit individuellen Inhalten gespeist werden. One-to-One-Marketing wird hier realisierbar. In der Praxis wird meist nach wenigen Zielgruppen segmentiert und zur Personalisierung der Name als individuelle Anrede eingesetzt.

  • E-Mail ist hervorragend geeignet, bei bestehenden Kunden die Bindung zu verbessern.
  • Nicht geeignet ist das Medium derzeit jedoch zur Neukundengewinnung. Analog zur Faxwerbung darf keine unaufgeforderte Nachricht an potentielle Kunden versandt werden. Damit entfallen alle aus dem Direktmarketing bekannten Möglichkeiten des Zukaufs von zielgruppenoptimierten Adressen.


Rechtssprechung in Fragen unverlangt zugesandter E-Mails

Die bundesdeutsche Rechtsprechung ist hier vergleichsweise restriktiv. Das Landgericht Berlin hat im Oktober 1998 das Zusenden unverlangter E-Mail-Werbung bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu einer halben Million Mark für unzulässig erklärt. Privatpersonen können ihren Unterlassungsanspruch selbst geltend machen und auch Freiberufler oder Gewerbetreibende können so gegen unverlangte Werbung vorgehen (Urteil des Landgerichts Berlin vom 13.10.1998, s. Kliem 1998).

Etwas anders sind die Regelungen in einigen amerikanischen Staaten, wo das massenhafte Versenden unverlangter Mails (Bulk-Mails oder Spamming) legal ist. Neben "targeted lists" (Kunden, die explizit Infomaterial zu einem Thema wünschen) gibt es dort auch "non-volatile lists (Listen mit funktionierenden E-Mail-Adressen) sowie "volatile lists". Letztere werden von automatischen Programmen ("Harvester") angefertigt, die das WWW systematisch nach beliebigen E-Mail-Adressen durchforsten.


Produkte und Dienstleistungen

  • www.llynch.de [1]
  • www.messagemedia.de [2]
  • www.mission-one.de. [3]


Weiterführende Literatur

  • Sterne 2000, "Email Marketing"
  • Matejcek 2001, "Newsletter und Mailinglisten".


Autor: Torsten Schwarz

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