Kerngeschäftsprozess Content-Produktion
Aus P3wiki
Standard-Prozess von der Idee bis zur marktfähigen Erzeugung von Content; Beschreibung, Ablauf, Best-Case-Darstellungen
Inhaltsverzeichnis |
Anforderungen an das Content Management in Verlagen
Überblick: Anforderungen
Produktdifferenzierung, insbesondere hin zu digitalen Produktformen, die ständige Aktualisierung von Produkten, und deren Beschickung in unterschiedlichste Publikationskanäle (Multi-Channeling) führen zu veränderten Anforderungen an das Management von Content. Die wichtigsten Anforderungen sind:
- Content durchgängig digital vorhalten
- Content granular beherrschbar machen
- Content jederzeit publikationsfähig halten
- Content wieder verwendbar vorhalten
- Content findbar/suchbar machen
- Content vertragsfähig gestalten
- Content in seiner Wirtschaftlichkeit steuerbar machen
Eine detaillierte Darstellung der Anforderungen findet sich unter: Content Management Anforderungen
Entscheidende Voraussetzungen
Die beiden wesentlichen Voraussetzungen für ein optimales Content Management sind:
- den Content Workflow beherrschen, sowie
- die Nutzung von Content-Produktions- und Logistik-Systemen.
Das Ablaufmodell des Kerngeschäftsprozesses der Content-Produktion
Prozess-Modell (Ablauf der Teilprozess-Schritte)
Die Modellierung des Standard-Prozessmodells geht vom Content-Ablauf eines Fachverlages aus. Die beiden grundlegenden Anforderungen betreffen die Einbindung von fremden Dritten in den Geschäftsprozess:
- Die Content-Erzeugung wird durch fremde Urheber durchgeführt (nicht im Verlag, etwa durch eine Redaktion)
- Die Content-Aufbereitung wird durch fremde Dienstleister ausgeführt (nicht im Verlag; das Lektorat soll sich auf die inhaltliche Seite konzentrieren).
Abbildung: Standard-Ablauf des Content-Prozesses (orientiert am Fachverlag)
Grundannahmen der Modellierung des Standard-Prozesses
- Die Erzeugung von Content wird ausserhalb des Verlages durch fremde Urheber erbracht.
- Jeder Content, ob er von innerhalb des Verlages kommt oder von ausserhalb, erstmals den Verlag erreicht, wird einem Annahme-Prozess unterworfen. Nur in der Annahme geprüfter und freigegebener Content darf weiter verwendet werden.
- Die Aufbereitung von Content in produktionsverwendbare Form wird durch fremde Dienstleister erbracht (bei Bildern durch Repro-Dienstleister).
- Jeder Content, der von den Redaktionen der Herstellung zur Produktion übergeben wird, wird einem Vereinnahmungs-Prozess unterworfen. Nur in der Vereinnahmung geprüfter und freigegebener Content darf für die Produktion verwendet werden.
- Content wird an jeder entscheidenden Station des Ablaufs in einem Content-Repository abgelegt, auf welches jeder Prozess-Beteiligte zugreifen kann.
Die Teilprozess-Schritte des Kerngeschäftsprozesses Content-Produktion im Detail
Der Kerngeschäftsprozess der Content-Produktion umfasst alle Teilprozesse mit ihren Teilprozess-Schritten, die zur marktfähigen Erzeugung von Content beitragen. Die wichtigsten Teilprozess-Schritte des Content-Prozesses sind:
|
Teilprozess: Content einkaufen | Teilprozess: Content bereitstellen | Teilprozess: Content vorbereiten |
Teilprozess: Produktion durchführen |
|---|---|---|---|
Tabelle: Teilprozess-Schritte der Content-Produktion
Das Steuerungsmodell des Kerngeschäftsprozesses Content-Produktion
Die Meilensteine im Ablauf
Nur jene, für die Steuerung des Geschäftsprozesses notwendigen Ereignisse wurden als Meilensteine in das Steuerungsmodell aufgenommen.
- Die konzeptionellen Grundlagen finden sich unter: Steuerungsmodell Detail.
Abbildung: Meilensteine im Standard-Ablauf des Content-Prozesses (orientiert am Fachverlag)
Die Meilensteine des Content-Prozesses in Einzeldarstellung
| Im Teilprozess | Im Teilprozess | Im Teilprozess | Im Teilprozess | |
|---|---|---|---|---|
Tabelle: Einzeldarstellung der Meilensteine
Art der Modellierung des Kerngeschäftsprozesses Content-Produktion
Einfache Modellierung
Das Dynamisches Prozessmodell des Kerngeschäftsprozesses der Content-Produktion wurde in der Modellierung so einfach wie möglich gehalten:
- Die Teilprozess-Schritte werden im Ablaufmodell in eine logische Folge gebracht.
- Verzweigungen und Zusammenführungen wurden stark reduziert.
- An den entscheidenden Stellen im Prozess werden die Meilensteine eingefügt.
- Die beteiligten Abteilungen des Verlages und externe Prozessbeteiligte (insbesondere Dienstleister) werden in Form von waagerechten Swimlanes gezeigt. Durch diese swimlanes laufen die Teilprozess-Schritte.
Nähere Information zur Art der Modellierung siehe: Modellierung der Aufgabenkette
Flexibel in der Anpassbarkeit an unterschiedliche Verlags-Anforderungen
Das Standard-Prozessmodell kann schnell an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.
- Es kann etwa an unterschiedliche Anforderungen unterschiedlicher Fachverlage angepasst werden; siehe: Content-Prozess-Fachverlag-2
- Wie es auch an die Belange von Wissenschafts- oder von Publikumsverlagen anpassbar ist; siehe: Content-Prozess Wissenschaftsverlag.

