Schnittstellen-Modell Detail
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Einführung
Die organisatorischen Schnittstellen sind Übergangsstellen im Geschäftsprozess. Zu unterscheiden sind
- interne Schnittstellen (innerhalb des Unternehmens) und
- externe Schnittstellen (Übergänge zu fremden Dritten).
Alle wichtigen organisatorischen Schnittstellen werden im Schnittstellen-Modell dokumentiert.
Schnittstellen bedürfen hoher Aufmerksamkeit bei der Prozessorganisation. An diesen Übergängen ist mindestens festzulegen:
- Auftraggeber / Kunde
- Auftragnehmer
- zu erbringende Ergebnisse, sowie
- Übergabe-/Abnahme-Prozeduren und Regeln.
Bei mangelhafter Organisation erzeugen Schnittstellen notorisch hohe Aufwands- und Zeitverluste.
Beispielhaftes Schnittstellen-Modell eines Bildablaufs
| Nr. | Meilenstein | intern/extern | Kurzbeschreibung |
| 1 | Vertrags-Schnittstelle | extern | Vertrag mit Urheber ist zu verhandeln, abzuschließen, zu unterzeichnen und zu übergeben. |
| 2 | Content-Eingangs-Schnittstelle | extern | Vertraglich vereinbarter und verfügbarer Content wird vom Urheber auf dem vereinbarten Weg, in der vereinbarten Form und nach vereinbarten Regeln (z. B. Autoren-Richtlinien) an den Verlag übergeben. |
| 3 | Content-Anfrage-Schnittstelle | intern | Der im zentralen Content-Archiv vorhandene Content wird bei der Herstellung zur Lieferung angefragt; Anfrage wird übergeben. |
| 4 | Content-Rückgabe-Schnittstelle | intern | Der von Redaktion/Lektorat angefragte Content wird von der Herstellung an die Anfragestelle übergeben |
| 5 | Content-Archivierungs-Schnittselle | intern | In Lektorat/Redaktion erstellter Content wird in das Content-Archiv (auf den zentralen Content- Server) gestellt. |
| 6 | Content-Bearbeitungs-Schnittstelle | extern | Bei Zusammenarbeit mit Dienstleistern (hier: Repro) wird der Content vom Verlag (hier: Lektorat/Redaktion) an den externen Partner auf dem vereinbarten Weg, in der vereinbarten Form und nach vereinbarten Regeln übergeben. |
| 7 | Content-Aufwertungs-Schnittstelle | extern | Bei Zusammenarbeit mit Dienstleistern (hier: Repro), wird der Content vom externen Partner an die beauftragende Stelle im Verlag (hier: Lektorat/Redaktion) auf dem vereinbarten Weg, in der vereinbarten Form und nach vereinbarten Regeln zurückgegeben |
| 8 | Content-Vereinnahmungs-Schnittstelle | intern | Publikationsfähiger Content wird an Herstellung für die Produktion übergeben und entsprechend den Geschäftsregeln des Verlages, sowie auf die notwendigen Voraussetzungen für die Produktion hin geprüft und angenommen. |
| 9 | Content-Übergabe-Schnittstelle | extern | Von der Herstellung produktionsfähig gemachter Content wird zur Produktion an einen externen Dienstleister auf dem vereinbarten Weg, in der vereinbarten Form und nach vereinbarten Regeln übergeben (bei der Produktion von Print-Werken z. B. an eine Druckerei) |
Weiterführende Information
- siehe auch Bestandteile eines Geschäftsprozess-Modells

