Verlags-Software der nächsten Generation
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Gewandelte Marktanforderungen an Verlagssoftware
Die veränderten Marktanforderungen
Eine Verlagssoftware der nächsten Generation muß in erster Linie eine zukunftsfähige, technologische Antwort geben auf die Anforderungen der Verlage nach
- Flexible Prozessunterstützung
- Durchgängige Unterstützung von Prozessen unterschiedlichen Typs (Kreativprozess, Adhoc-Workflow, Standard-Prozess)
- Verlängerbarkeit der Prozesse über die Verlagsgrenzen hinaus
- Flexible Anpassbarkeit der Prozesse an neue Geschäftsanforderungen
- Einfache Einbindbarkeit unterschiedlicher Partner in die Prozesse (Collaboration)
- Einfache Administrierbarkeit von Geschäftsprozess / Workflow bis auf die Ebene von Aufgabe und Ereignis.
- Schnelligkeit der Abwicklung der Prozesse
- Integration der für den Prozess notwendigen IT-Anwendungen zu automatisiert ablaufenden Workflows
- Auf Schnelligkeit ausgelegte Optimierung der Daten-Eingaben im workflow (Minimierung der manuellen Eingabe von Daten – System erzeugt intelligent selbst Daten
- Ständige Überwachung des Workflow-Status (Zeit, KPI, Kosten); Alarm und Eingreifen im Abweichungsfall (Monitoring)
- Für Entscheidungen notwendige Information jederzeit, schnell und transparent verfügbar
- Hohe Qualität der Prozess-Information
- Hohe Qualität der Prozessdaten (Vollständigkeit, Korrektheit)
- Weitgehend automatische Anreicherung der Informations-Objekte (ERP-Daten, Dokumente, Content etc.) mit Metadaten
- Gute Wiederfindbarkeit von Information (ERP-Daten, Dokumente, Content)
- Prozessorientierte und rollenorientierte Zusammenstellung/Darbietung von Informationen für Entscheidungen
- Einfache Nutzbarkeit und Erlernbarkeit
- Orientierung der Funktionsangebote am Nutzer (Prozess-Rolle)
- Orientierung der Funktionsangebote am Prozess (Prozess-Schritt, Aufgabe, Aktion)
- Einheitliche User-Oberfläche im gesamten Workflow (trotz unterschiedlicher Anwendungen im Feld)
- User-Führung unterstützt durch funktionales und klares Design
- Diese Hauptziele werden in zweiter Linie verbunden mit der Erwartung nach
- Kostengünstigkeit der Software in Kauf und Einführung
- Günstigem Aufwand und Sicherheit im Betrieb der Software (Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit), sowie
- hoher Performance der Prozesse und Programmabläufe (Datendurchsatz, Antwortzeiten)
Paradigmenwechsel
Um prozessorientierte, durchgängige Verlags-Anwendungen realisieren zu können ist ein Wechsel des zugrunde liegenden Paradigmas notwendig, von der Client-Server-Architektur zur Service-Orientierten Architektur. Letztere beinhaltet als Konzepte vor allem Service-Orientierung und Web-Basierung.
- Paradigma: Service Orientierung
- Das Konzept der Service Orientierung stellt die Basis dafür, einerseits bewegliche, an neue Anforderungen leicht anpassbare Prozesse realisieren zu können, andererseits Software mit hoher Produktivität bauen zu können
- Jede Software-Funktion kann ein Service sein, ob sie in Host-Programmen, in Client-Server-Anwendung oder als Web-Service vorliegt
- Eine Software-Funktion wird als Service gekapselt, d.h.
- sie ist in ihrer Logik und in ihrem Ablauf nicht transparent (Black-Box-Prinzip) und
- über Integrations-Standards für Input und Output lose gekoppelt
- Services sind im workflow (d.h. den composite applications)
- einerseits austauschbar und
- andererseits für vergleichbare Workflow-Aufgaben wieder verwendbar.
- Die Integration zur einheitlichen Anwendung erfolgt über die Workflow Engine, welche bereitstellt
- Paradigma: Web-Basierung
- Services werden weitgehend als web-Services ausgeprägt
- Web-Services lassen die Workflow-Bildung über die Unternehmensgrenzen hinaus u anderen Unternehmen, zu Kunden und Partnern zu
- Web-Services sind an jedem Ort der Welt nutzbar
- Web-Services fremder Dritter können in den workflow eingebunden werden
Detaildarstellung der logischen Applikations-Schichten
Vorbemerkung
Verlags-Software der nächsten Generation ist die entscheidende Unterstützungsfunktion für die Geschäftsprozesse von Verlagen. Dazu integriert sie alle für die Prozess-Unterstützung notwendigen Services, Funktionen, Interfaces etc. zu einer einzigen, ablauffähigen, prozessorientierten Gesamtanwendung
- mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche
- unter Einbindung aller Arten von Applikationen, etwa Host-, Client-Server- oder Web-Anwendungen
- über alle logischen Schichten des Domain Layers hinweg.
Die für konkrete Anwendungen zu wählenden logischen Applikations-Schichten sind als weitere Ausdifferenzierung des Domain Layers des Architekturmodells (in der unten stehenden Abbildung rot gekennzeichnet) zu sehen. Diese funktionalen Levels können in anderen Geschäfts-Anwendungsfällen durchaus geringer oder zahlreicher ausfallen. Etwa wenn Software-Funktionen (Serivces) aus dem Bereich Finanzen, Controlling oder Human Ressources hinzukommen, so können diese jeweils als eigene logische Schicht gesehen werden.
Die nachfolgend detailliert dargestellten Anwendungs-Schichten des Domain Layers sind:
- Verlagsfunktions-Schicht
- Business-Intelligence-Schicht
- Workflow-Schicht
- CMS-Schicht
- Office-Schicht
- Communications-Schicht
- Collaborations-Schicht
Erste Beschreibung der im Beschreibungsmodell gewählten Schichten
- Verlagsfunktions-Schicht
- In dieser Schicht finden sich alle Applikationen und Web-Services, die den Leistungsumfang eines Verlags-ERP ausmachen.
- Vorrangiges Ziel ist es, operative und strategische Aufgaben der Kerngeschäftsprozesse des Verlagsgeschäftes optimal abwickelbar und steuerbar zu machen.
- Zu den zentralen Verlagsfunktionen gehören u.a.
- Produktionsplanungs- und -managementsystem
- Zeitschriftenredaktionsverwaltung
- Vertriebssystem Buch
- Vertriebssystem Zeitschriften
- Anzeigenverkaufs- und verwaltungssystem
- Customer Care Management
- Business-Intelligence-Schicht
- In dieser Schicht finden sich alle Services für die systematische Analyse von Unternehmensdaten und –informationen.
- Vorrangiges Ziel ist es, operative oder strategische Entscheidungen an jeder Stelle in den Prozessen, mit den dafür notwendigen Daten und Informationen best mög-lich zu unterstützen.
- Die wichtigsten Services sind
- Data-Warehousing
- Datenauswertung
- Datendarstellung
- Workflow-Schicht
- Die sogenannte Workflow-Engine ist zentraler Bestandteil einer Verlagssoftware der neuen Generation.
- Ihr vorrangiges Ziel ist es, aus allen Funktionen der sieben Schichten eine ablauffähige Gesamtanwendung unter einheitlicher Benutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen.
- Sie bietet die Funktionalität für
- Workflow-Modellierung
- Workflow-Orchestrierung
- Workflow-Repository
- Suchmaschine
- Monitoring von Workflows.
- Die Workflow-Engine unterstützt
- die Orchestrierung von Web-Services aus allen logischen Schichten zu einem einzigen Workflow
- die Kapselung und Einbindung vorhandener Funktionen (Composite Applications) in den Workflow
- aus der Verlags-Schicht (PPM, VBU, ANZ etc.)
- aus der Business-Intelligence-Schicht (BO-Modelle)
- Die Workflow-Schicht stellt auch Funktionen zur Erstellung von user interfaces zur Verfügung, die
- User-Inerfaces unabhängig von anderen Anwendungen,
- User-Interfaces über mehrere Anwendungen hinweg und/oder
- die Einbindung des User-Interfaces vorhandener Anwendungen zulassen.
- Standardisierung von Workflows
- Ein Workflow wird in templates so verallgemeinert, dass er bei verschiedenen Verlagen als Standard einsetzbar ist
- Die in templates vorkonfigurierter Standard-Workflow erzeugt keinen Mehraufwand bei der Einführung der Anwendung.
- CMS-Schicht
- Content Management meint die Erfassung, Bearbeitung, Verwaltung, Speicherung, Archivierung, Suche und Bereitstellung von Content und Dokumenten im Rahmen der Wertschöpfungsprozesse des Unternehmens.
- Vorrangige Ziele des Content Management sind,
- schnelle und einfache Bereitstellung der für die Bearbeitung notwendigen Dokumente / des Content an jeder Stelle im Workflow
- jederzeit Transparenz (Version, Bearbeitungsstand, Bearbeitungsort etc.) über den gesamten Content / die gesamten Dokumente im Workflow (strukturierte und unstrukturierte Information
- schnelles und einfaches Finden von Content und Dokumenten
- Die wichtigsten Services sind:
- Dokumenten-Annahme, -Ablage, -Verschlagwortung
- Versionsmanagement von Dokumenten
- Dokumenten-Suche
- Content-Erstellung und –bearbeitung
- Content-Prüfung
- Content-Verfolgung (Status, Verwendung etc.)
- Office-Schicht
- In dieser Schicht finden sich alle Anwendungen aus Office-Umgebungen, sowie aus dem PDF-Umfeld. Die dort erstellten Dokumente werden in der CMS-Schicht automatisch abgelegt und verwaltet.
- Vorrangiges Ziel der Office-Schicht ist es,
- diese Services an jeder Stelle im Workflow zur Verfügung stellen zu können
- Diese Programme selbst als Benutzeroberfläche (Formulare etc. für Dateneingabe, -ausgabe) nutzen zu können
- Sie als Applikation (z.B. Tabellenkalkulation als Rechenfunktion) einzusetzen
- in ihnen einen Teil des Workflow ablaufen zu lassen etc..
- Bekannte Bestandteile der Office-Schicht sind:
- Communication-Schicht
- In dieser Schicht befinden sich alle Applikationen, die zum Austausch von Information im Workflow notwendig sein können. Die dort erstellten Dokumente (Mails etc.) werden in der CMS-Schicht automatisch abgelegt und verwaltet
- Vorrangige Ziele dieser Funktionen sind:
- Schneller Informationsaustausch in den Geschäftsprozessen
- Synchrone und asynchrone Erreichbarkeit von Partnern sichern
- Die Communication-Schicht beinhaltet vor allem an Sub-Funktionen
- Kontaktmanagement
- Im Microsoft-Umfeld
- Outlook-Einbindung/-Synchronisation
- Exchange-Einbindung
- Team-Koordination
- Telefonie-Einbindung
- Collaborations-Schicht
- Collaboration meint die web-basierte Zusammenarbeit von zeitlich und/oder räumlich getrennter Organisationseinheiten des eigenen Unternehmens und/oder des Unternehmens mit Kunden und Dienstleistern (Autoren, Lieferanten).
- Vorrangiges Ziel ist es, synchrone und asynchrone Formen der Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette optimal zu unterstützen und die Produktivität der Zusammenarbeit zu erhöhen.
- Wesentliche Funktionen der Collaborations-Schicht sind
- Webportal als verlängerte Prozess-Plattform für
- Einzelpersonen (Autoren, Dienstleister)
- Teams
- Informationsplattform für Projekte
- Terminkalender
- Projektplanung und -überwachung
- Projekt-Meetings im Internet
- Projektdokumentation
- Forum/Blogs zum Informationsaustausch und zur Diskussion
- Newsletter und elektronische Rundschreiben
- Webportal als verlängerte Prozess-Plattform für

